Zum ersten Mal seit es Member of the month gibt, ehren wir mit Freude einen Camper. Gabriel (31) nahm am CrossBootcamp im Januar 2016 teil und schwärmt in hohen Tönen vom intensiven 8-wöchigen Trainings- und Ernährungscamp. Was unterscheidet ihn von den anderen, auch sehr erfolgreichen, Campers? Den Eindruck, den er bei Headcoach Fabian Baumann hinterliess, als er ihm nach dem Camp in einem normalen Workout davonrannte. Wir haben uns mit Gabriel hingesetzt und ein bisschen unterhalten.

Gabriel, hast du vor dem CrossBootcamp bereits irgendwelchen Sport gemacht?

Nicht wirklich. Ich habe lange Fussball gespielt und ging etwa 3mal pro Woche ins Training. Mit 24 fing ich an zuzunehmen, ging ich immer weniger trainieren. Ich begann kurz darauf mein Studium in Sozialpädagogik und hörte sehr bald ganz mit Fussball auf. Darauf folgten viele gescheiterte Versuche, mich sportlich zu betätigen. Sei es Joggen oder ins Fitness gehen, die Euphorie dauerte jeweils nicht länger als zwei Wochen und dann hatte ich keine Lust mehr. Einen ernsthaften Anlauf, abzunehmen und fit zu werden, startete ich nie.

Und wie bist du dann auf unser CrossBootcamp gestossen?

Einer der Studenten bei uns, Kalle, trainiert bei euch und wollte immer, dass ich mit ins Training komme. Zuerst gingen wir zusammen in ein normales Fitnesscenter, danach überredete er mich, ein CrossFit Probetraining zu besuchen. Ich hatte nach dem Training so schlimmen Muskelkater, dass ich mich im Spital untersuchen liess. War aber nichts schlimmes, nur überforderte Muskeln ;-)
Kurz darauf fand ich die Homepage des CrossBootcamp und entschied mich dafür, mit dem intensiven, abwechslungsreichen Training eine Basis für meine Fitness zu setzen. Ich habe mich dann recht spontan, knapp zwei Wochen vor Beginn, für das Bootcamp angemeldet.

CrossBootcamp beinhaltet: 2x CrossFit, 2x Bodyweight/Tabata Training und 1x Power Yoga pro Woche. Ihr musstet euch dafür “verpflichten”, 5x pro Woche (Mo-Fr) am Morgen früh zu trainieren. Konntest du es durchziehen?

Ja, eigentlich schon. Ich habe eine Woche lang geschäftlich gefehlt und musste aufgrund der Arbeit 1mal pro Woche aussetzen, weil ich zur Trainingszeit Dienst hatte. Diese Tage durfte ich aber alle nach dem Bootcamp nachholen und gratis im CrossFit trainieren. Wenn man mal krank ist, oder aufgrund den Ferien weg ist, kann man es dann im CrossFit nachholen, was ich sehr cool fand, da das Bootcamp danach jeweils fertig ist.

Im Nachhinein, wie fandest du das Bootcamp? Was waren deine Gedanken während diesen 8 Wochen? Zu Beginn warst du sicherlich voller Motivation und Ehrgeiz, hat sich daran etwas im Laufe des Trainings geändert?

Nach der ersten Woche dachte ich „Oh Gott. Es geht 8 Wochen… das ist verdammt lange!“ (lacht) Meine grösste Angst war eigentlich, dass ich auf eine Gruppe treffe, die viel fitter und viel besser ist als ich. Meine Gedanken vor dem allerersten Training waren „Ok, jetzt geh ich da mal hin und bin wohl der einzig unsportliche, der einzige, der es noch nicht kann… Die anderen sind sicher schon eine eingespielte Gruppe und kennen sich…“ und dass ich dann für mich alleine sein würde. Wir hatten dann aber eine Hammergruppe mit echt tollen Menschen. Es gab zu dieser Zeit zwei Camp Gruppen (Eine, die um 6 trainierte und eine um 7) und ich war in der späteren Gruppe, die nur ca. 7-8 Personen beinhaltete. Die frühere Gruppe hatte ca. 15/16 Teilnehmer. Die Grösse unserer Gruppe machte es sehr familiär, weshalb ich mich sehr schnell wohl fühlte. Ich hatte Freude daran, wieder in ein Training zu gehen, was mich herausforderte und ich mich danach völlig kaputt fühlte. Um 8 Uhr morgens dachte ich jeweils „Wow, jetzt hast du ja schon mega viel gemacht!“. Was mich verunsicherte, war der Ernährungsplan. Würde ich mich 8 lange Wochen daran halten können? Mit der Zeit aber, nach ca. 2 Woche, fing ich an Erfolge zu sehen. Ich hatte nicht mehr so starken Muskelkater, ich fing an, im Training mithalten zu können und das frühe Aufstehen wurde langsam zur Routine. Ich habe mich wirklich aufs Training gefreut! Als ich mal nach dem Wochenende am Montag arbeiten musste und erst am Dienstag wieder in die Box konnte, war mein Gefühl „ich muss endlich wieder ins Training!“. Nach 4-5 Wochen fing man an, den Erfolg auch zu sehen, was mich sehr motivierte. Zu Beginn des Bootcamps wird man jeweils gewogen und es werden „vorher“-Fotos gemacht.

„Ich habe 7.5kg an Gewicht verloren“

Vor dem Bootcamp muss man jeweils seine eigenen Ziele formulieren und meine waren 8kg. Ein weiteres Ziel war, die Freude am Sport wieder zu finden und mich fit zu fühlen. Meine Ziele habe ich, meiner Meinung nach, alle erreicht. Bei den 7.5 kg ist nämlich meine neu antrainierte Muskelmasse noch nicht drin ;-) Es war ein tolles Gefühl. Mein Umfeld hat es auch gemerkt und ich bekam ständig Komplimente.

Du wohnst mit deiner Freundin zusammen, wollte sie nicht mitmachen?

Ich habe versucht, sie davon zu überzeugen. Sie meinte aber, es sei ihr ein bisschen zu teuer und sie bevorzuge das normale Fitnesscenter. Nach der ersten Woche bereute sie dann schnell, dass sie nicht mit mir mitgezogen war. Sie freute sich aber auch über mein Engagement und ging ab und zu mit mir joggen.

Hast du dich wie ein neuer Mensch gefühlt?

Nicht unbedingt wie ein neuer Mensch aber ich hatte definitiv viel dazugelernt. Während dem Bootcamp war die Motivation hoch, 8 Wochen sind auch genau die richtige „Länge“. Danach kam mein Tief. Ich hatte meine Ziele soweit erreicht und wusste nicht genau wie weiter.

Nach dem Bootcamp hast du dich dann entschieden, mit CrossFit bei uns weiter zu machen?

Das war eigentlich schon zu Beginn an mein Plan. Es zog sich aber in die Länge. Zuerst kam Ostern, dann musste ich ins Militär und aufs Essen schaute ich auch nicht mehr wirklich. Ich merkte, dass die Motivation nachliess. Im Sinn von „Jetzt hast du ja die 8 Wochen durch, jetzt kannst du wieder essen, was du willst!“. Es ist schon nicht so, dass ich alles in mich reinstopfe, aber halt mal ein Glacé hier, am Wochenende ein Bier dort… Während dem Bootcamp war es wirklich „Nein, keine Ausnahmen!“ Ich merkte dann irgendwann, dass es nicht wieder von vorne beginnen durfte hatte ein schlechtes Gewissen und fing an morgens zu joggen. Ich war stolz auf meine Eigenmotivation und kaufte mir kurz darauf ein Fahrrad. Da ich seit April auch 1- oder 2-mal pro Woche ins CrossFit am Morgen komme, kann ich nun gleich mit dem Fahrrad kommen. Da ich ab dem Mittag inkl. Abend arbeite, kann ich nur morgens oder mittags trainieren.

Wie hast du es geschafft, bzw. wie schaffst du es, morgens so früh aufzustehen?

Ich steh einfach auf (lacht). Es gibt Leute, die müssen sich fürs frühe Aufstehen belohnen, so bin ich aber nicht. Wenn der Wecker klingelt, dann steh ich einfach auf.

Ist die Motivation, ins CrossFit zu kommen, tiefer, weil du nicht, wie im Bootcamp, vom Coach erwartet wirst und immer in der gleichen Gruppe trainierst? Hast du manchmal das Gefühl „ach, das merkt eh niemand, wenn ich nicht gehe…“?

Es ist also schon nicht so, dass es niemand merkt (schmunzelt). Fabian meinte letztens als ich reinlief, lachend: „Ach, auch wieder mal da? Schon länger nicht mehr gesehen!“ Aber es ist defintiv nicht mehr dasselbe, wie im Bootcamp, als ich wirklich wusste „Hey, jetzt habe ich keine Wahl. Aufstehen und ab ins Training!“. Es war schlussendlich meine Entscheidung und ich wollte das Beste aus dem Bootcamp herausholen. Das alltägliche CrossFit-Training motiviert zwar genauso und macht auch sehr viel Spass, die Verbindlichkeit ist aber definitiv nicht dieselbe.

Hast du den gewünschten Spass am Sport, wie damals beim Fussball, wieder gefunden?

Definitiv. Fahrradfahren, Joggen, Schwimmen, CrossFit… Ich habe wieder Spass daran, mich zu bewegen und habe ein gewisses „Verlangen“ nach Sport entwickelt. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mindestens zwei Mal in der Woche zu trainieren, falls möglich auch 3 Mal. Es muss nicht immer CrossFit sein, kann auch eine Velo-Tour sein.

Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, würdest du das CrossBootcamp wieder machen?

Auf jeden Fall. Gar keine Frage. Das war die beste Entscheidung, die ich für mich selbst treffen konnte und hat mir geholfen ein neues Körpergefühl und eine neue Motivation für Sport zu entwickeln.

Und würdest du auch ein zweites Mal ins Bootcamp gehen?

Momentan nicht, die erste Runde war anstrengend aber sehr motivierend. Momentan bin ich sehr zufrieden mit meinen sportlichen Aktivitäten. Nächstes Jahr werde ich es mir aber definitiv wieder überlegen!

Was würdest du jemandem raten, der noch zögert, sich fürs Bootcamp anzumelden?

Einfach machen. Denkt nicht zu lange nach. Meldet euch einfach an. Genau so habe ich es gemacht. Nicht zu lange studieren oder nachschauen, ob es zu schwer oder zu früh ist. Ich habe meine Ängste überwunden, ihr könnt es alle auch! Es sind tolle Menschen dabei und man wird defintiv für seinen Einsatz belohnt, sofern man sich auch an die Anweisungen hält ;-)

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